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Aus der Mitte kommt die Kraft

CANTIENICA® – das Beckenbodentraining

Er stützt uns, hält unsere Organ wie in einer Schale, sorgt für Stabilität und Flexibilität: unser Beckenboden. Erst wenn das Gewebe erschlafft, merken wir, wozu der Beckenboden gut ist: Dann sinken unsere Organe, so gibt es Druck auf Blase und Darm. Blasenschwäche und Inkontinenz sind die Folge. „Ich bezeichne den Beckenboden auch gern als Rumpfchef oder Organheber“, sagt Ursula Seisselberg, CANTIENICA® Anleiterin aus Lüneburg. Die Bezeichnung Beckenboden fasst einen Verbund von Muskeln aus drei Schichten zusammen, die das knöcherne Becken unten abschließt. Das Gewebe läuft parallel zur Muskulatur und ist fächerförmig angeordnet Es stützt nicht nur nach oben, sondern sorgt auch für Beweglichkeit der Beine. Er trägt den Rumpf und entlastet so bei Bewegung Knie und Füße. Ein gut trainierter Beckenboden optimiert die Haltung und beugt so Verschleißerscheinungen vor.

Foto: Ch Dittmann

Foto: Ch Dittmann

Schönheit und Beweglichkeit

Der Pudendusnerv, dessen Ausläufer am Damm liegen, ist zuständig für das Lustempfinden: „Deshalb haben viele Frauen nach der Geburt sexuelle Probleme, wenn dieser Bereich verletzt wurde“, erklärt Ursula Seisselberg, „durch das Training kann dieser Bereich wieder angeregt werden, so dass neue Nervenbahnen entstehen können, die dann wieder leitfähig und lebendig sind. Ein regelmäßiges Beckenbodentraining sorgt auch für einen knackigen Popo und einen flachen Bauch, sowie für gerade schöne Beine. Denn es geht nicht nur um Gesundheit, sondern auch um Schönheit.“ Das ganzheitliche Training stärkt die Tiefenmuskulatur des ganzen Körpers und vernetzt Sehnen und Geweben. Das gibt Halt und richtet den Körper auf. „Es kann sogar mehr Raum zwischen den Gelenken entstehen, das sorgt wiederrum für mehr Beweglichkeit in den Armen und einen leichteren Gang“, weiß Ursula Seisselberg.

Kursangebote

Menschen mit Blasenschwäche und leichter bis mittelschwerer Inkontinenz sowie Haltungsschmerzen und Fußproblemen kommen in die Kurse der autorisierten CANTIENICA® Instrukteurin: „Einige kommen vorbeugend nach einer Schwangerschaft oder nach einer Operationen ebenso bei Arthrose, Hämorriden oder Erschlaffung der Po-Muskulatur.“ Die Anleiterin bietet an der Volkshochschule Lüneburg sowie im Trainingsraum an der Kantstraße regelmäßig Kurse in kleinen Gruppen bis zu 10 Personen an. Wer mag, kann sich auch zu einem Kurzurlaub mit Intensivtraining in Stellshagen anmelden. „Abseits des Alltags wirkt bei den Teilnehmern besonders entspannend“, sagt Ursula Seisselberg begeistert.

In den Alltag einbauen

Die trainierten Mini-Bewegungen können leicht im Alltag durchgeführt werden. Wie im Kursus, kann sich der Teilnehmer vorn an die Kante auf einen Hocker setzen und  lernen die Sitzbeinhöcker spüren. Sie sind am Ende des knöchernen Beckens zwischen Steißbein und Schambein unter den Fettpolstern des Pos versteckt. Beim Sitzen werden die Beine hüftbreit und im rechten Winkel aufgestellt. Das Stupsen mit den Füssen in den Boden, erleichtert das Erspüren der Sitzbeinhöcker. „Es reicht sich ein oder zwei Übungen zu merken: Wie stehe ich auf? Oder wie sammle ich Spielzeug mit meinem Kind ein? So kann eine sinnhafte Tätigkeit mit Achtsamkeit ausgeführt werden“, bekräftigt die Anleiterin, „Erfolge sind unterschiedlich schnell spürbar. Es kommt auf die Schwere der Vorerkrankung und auf die Übungsbereitschaft an. Das Training endet nicht mit dem Kursus, sondern sollte täglich fortgeführt werden.“ Da auch das Spüren trainiert wird, werden Veränderungen im Körper schneller beobachtet.

Wer noch einiges mehr über den Beckenboden wissen möchte, dem empfiehlt die CANTIENICA®-Instrukteurin die Bücher „Tigerfeeling“ von Benita Cantieni, „Aufrecht gehen“ und „Embodiment“. In allen Büchern gibt es Übungseinheiten mit Fotos. Es geht beim Beckenbodentrainig nicht nur um die äußere Aufrichtung, sondern auch um die innere Aufrichtung. „Ich empfehle den Einstieg über einen Kursus .Wer denkt, Beckenboden sei nur ein Thema für Frauen, der irrt. Denn wenn Männer wüssten, wie CANTIENICA® wirkt, wäre das Training ebenso hoch angesehen, wie ein Fußballtraining. Meist kommen Männer allerdings in meine Kurse, wenn sie schon einen Leidensweg hinter sich haben“, so Ursula Seisselberg.

Übung: Das Becken entlasten

Möglichst knapp am Rand auf einen Hocker setzen. Füße in leichter V-Stellung und hüftweit. Knie exakt über den Fersen. Hände verschränken, ausdrehen und über dem Kopf ausstrecken, die Innenflächen zeigen zur Decke. Arme durchstrecken und die Schultern kraftvoll nach außen unten setzen. Die rechte Ferse in den Boden stupsen, die linke, die rechte abwechseln. Sobald sich die Sitzbeinhöcker melden, direkt den rechten Sitzbeinhöcker nach unten schieben, den linken, den rechten je zwanzigmal.

 

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