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Vorbereitungen auf sattes Grün und zarte Blüten

Gartenexperte Ole Beeker gibt Tipps zum Thema Rasen und Rosen

Nach dem dunklen Winter locken die ersten sonnigen Tage Gartenbesitzer wieder ins Beet. Denen kribbelt es in den Fingern, doch bevor etwas getan werden kann, sollte der Garten noch einmal betrachtet werden. Gibt es Gartenecken, die nicht so gelungen sind? Möchten Sie etwas verändern? Ein neues Blumenbeet anlegen oder umgestalten? Gibt es Lücken im Staudenbeet, die durch eine weitere Pflanze ergänzt werden könnten?

In zahlreichen Gärtnereien vor Ort sowie in der Uelzener Pur Natur-Gartenschule finden Hobbygärtner alles, was das Herz begehrt. Etwa 2000 Gehölze, 1000 Stauden sowie 200 Rosen bietet die Baumschule in 3. Generation an. In verschiedenen Schaugärten an der Celler Straße 138 werden die Standortbedingungen für Pflanzen getestet. Das Team von Fachleuten steht dort für alle Fragen rund um das Thema Garten zur Verfügung. Neben dem Verkauf ist ein weiterer Schwerpunkt die Gartengestaltung. Inhaber Ole Beeker ist durch das NDR Fernsehen mittlerweile in ganz Deutschland bekannt. Er gibt Tipps zum Thema Rasen und Rosen:

Sattes Grün

Eein gut gepflegter Rasen lässt das Herz des Gärtners höher schlagen.  Foto: C. Dittmann

Ein gut gepflegter Rasen lässt das Herz des Gärtners höher schlagen.
Foto: C. Dittmann

Grün und dicht soll er sein, der Rasen. Damit er eine Zierde ist, sind einige Vorbereitungen nötig. „Erst düngen, und wenn das Gras etwa 4 Zentimeter gewachsen ist, dann mähen“, sagt der Gartenbauingenieur Ole Beeker. „Bei Bedarf sollte der Boden schon im Februar gekalkt sein. Unbedingt den ph-Wert messen, nicht auf Verdacht kalken! Bei einem ph-Wert von unter 5,8 auf leichten Böden ist Kalken nötig.“ Kalken und Düngen ist sogar bei Schnee möglich. „Bereits im März empfiehlt sich eine stickstoffbetonte Düngung“, rät der Gartenexperte. Nach der Frostperiode braucht der Rasen Zeit, um zu wachsen. Viele Gartenbesitzer möchten das Moos so schnell wie möglich loswerden. Eine frühzeitige Düngung beugt da vor, denn der Rasen steht in Konkurrenz zum anspruchslosen Moos. In einigen Gartenmärkten wird zur Moosbekämpfung Eisensulphat empfohlen, das vernichtet das Moos sichtbar. „Doch durch diese Anwendung wird der Boden sauer, das Bodenleben zum Teil abgetötet und ein Teufelskreis beginnt“, weiß Ole Beeker. „Nachdem dreimal gemäht wurde, kann der Vertikutierer zum Einsatz kommen. Wer kleine Flächen hat, kann den Rechen nehmen. Das löst Verfilzungen und trennt das Moos heraus.“ Motorvertikutierer können häufig in Gartenmärkten stundenweise ausgeliehen werden. Bei großen Flächen lohnt sich die Anschaffung eines eigenen Gerätes. Gerade im Schatten übernimmt das Moos die Herrschaft über den Rasen. „Für diesen Bereich gibt es extra Halbschatten- oder Schattenrasensaat“, so der Uelzener Gartenfachmann.

 

Sinnvoller Rosenschnittrosen

Wenn die Forsythie blüht, können die Rosen geschnitten werden: „Das ist der optimale Zeitraum, doch so ganz genau braucht man es bei Bodendeckerrosen nicht zu nehmen. Wichtiger ist, dass diese Rosen in jedem Frühjahr eine Handbreit über dem Boden geschnitten werden. So bleiben sie in Form und ihre Blühfähigkeit bleibt erhalten“, weiß Ole Beeker. Bei Strauch- und Ramblerrosen sind Empfehlungen nicht so einfach, denn historische Rosen und heutige Rosen haben unterschiedliche Ansprüche an den Schnitt. „Historische Rosen entfalten ihre Blüten am alten Holz, während die gängigen Rosen am jungen Holz blühen“, erläutert der Gartenbauingenieur. „Um genaue Empfehlungen zu geben, veranstalten wir in unserer Gartenschule regelmäßig Seminare zum Thema Rosen.“

Nach dem Winter ist es wichtig, die Rosen wieder abzuhäufeln. „Ein wenig Nachtfrost überstehen die Pflanzen schon. Alte Triebe, die auffällig verfärbt sind, sollten bei allen Rosenarten entfernt werden“, rät Ole Beeker. „Bei historischen Rosen lichtet man alle Äste aus, die dünner als ein Bleistift sind. Strauchrosen werden etwa ein Drittel zurückgeschnitten, die Form sollte einer Pyramide ähneln. Bei Edelrosen gilt als Faustregel 5 bis 7 Augen stehen zu lassen.“

 

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